Hohes Konfliktpotenzial und Gewalt sind mittlerweile dem beruflichen Alltag, der Kontakt mit Menschen beinhaltet, immanent. Auch in Kliniken und Pflegeeinrichtungen in unserer Region.
In erstmaliger Kooperation ergriffen die BGW, als bundesweiter Unfallversicherungsträger für den Gesundheits- und Wohlfahrtsbereich, und der GUV Oldenburg, als unmittelbarer Ansprechpartner für die kommunalen Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen der Region, die Initiative, um die Einrichtungen bei der Prävention und im Umgang mit Gewalt proaktiv und zuständigkeitsübergreifend zusammenzubringen.
#GewaltAngehen - nicht jeder für sich, sondern gemeinschaftlich. Um die Bereitschaft hierzu ging es bei der Auftaktveranstaltung in den Räumlichkeiten des GUV Oldenburg am 5. Februar 2026 - mit fachlichen Impulsen und der Möglichkeit des Austausches miteinander:
- Jörg Schudmann, Hauptgeschäftsführer der BGW, und Michael May, Geschäftsführer des GUV Oldenburg, informierten, wie sie die Kampagne #GewaltAngehen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) nutzen und welche Unterstützungsangebote sie für Kliniken und Einrichtungen anbieten.
- Über die psychischen Folgen und gesellschaftlichen Dimensionen von Gewalt gegen Helfende referierte Prof. Dr. Dr. René Hurlemann, Leiter der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Karl-Jaspers-Klinik sowie Professor für Psychiatrie und Psychotherapie, Universität Oldenburg.
- Als Testimonial von #GewaltAngehen und in ihrer Fachlichkeit als Ergotherapeutin, Deeskalationstrainerin und Traumafachberaterin am BG Klinikum Duisburg berichtete Ina Schwarze in puncto Gewaltprävention über das Deeskalationsmanagement im Klinikalltag - aus der Praxis für die Praxis.
- Franziska Kührt, Referentin des Ressorts Medizin, der BG Kliniken - Klinikverbund der gesetzlichen Unfallversicherung gGmbH, gab Einblick in die gute Praxis bei der Einführung des Konzepts “Sicherheit für Alle - Prävention von Missbrauch und Gewalt in den BG Kliniken”, eine der bundesweit größten Klinikgruppen.
Die anwesenden Klinikvertreterinnen und Klinikvertreter gaben Einblick darüber:
- in welcher Form Gewalt in ihren Häusern vorkommt,
- welche Maßnahmen zur Prävention sowie im Umgang mit Gewalt sie ergreifen und
- welche Zielsetzung sie für den Auftakt und die weitere Zusammenarbeit verfolgen.
Résumé des Abends:
der Auftakt ist gemacht, gelungen und weiter geht`s - mit der Zielsetzung, gemeinsam Geschlossenheit im Umgang mit Gewalt im Klinikbereich zu zeigen und konkrete Maßnahmen und Handlungen zu erarbeiten - auch zur politischen, gesellschaftlichen und medialen Positionierung des Themas in der Region.







