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Von Oldenburg via Berlin nach Tansania...

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Internationaler Wissens- und Erfahrungstransfer erfolgreich gestartet.

Entwicklung von Rehabilitationsstrukturen für Beschäftigte in Tansania. System der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung als Referenzsystem nutzen.

Für zwei Wochen im März glich der Besprechungsraum der VBG-Bezirksverwaltung Berlin einem Fernsehstudio:
statt Filmproduktion stand die Vermittlung von Fach- und Erfahrungs-
wissen rund um das Thema Rehabilitationsmanagement der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung im Rahmen eines internationalen Kooperationsprojekts auf der Agenda von Michael May, Geschäftsführer des GUV OL, und Dominik Heydweiller, Leiter der VBG-Bezirksverwaltung Berlin. 

Teilnehmende des Online-Trainings an den Modulen “Reintegration management in enterprises“ and “Evaluation oft the process of reintegration“ waren ca. 20 Ärzt*innen und Fachleute des Workers Compensation Fund (WCF) Tanzania, einem Entschädigungsfonds für Beschäftigte, der im Juni 2015 von der tansanischen Regierung mit Unterstützung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) eingerichtet wurde.
Durch den WCF Tanzania erhalten ca. 2 Millionen Arbeitnehmer*innen Zugang zu Kompensationsleistungen.

Die Weiterentwicklung dieses Ansatzes ist geplant: mit Unterstützung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und ihrer Expert*innen.
Seit 2017 stehen der WCF Tanzania und die DGUV bilateral in Kontakt. Durch das Kennenlernen des Systems der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung und positiver Erfahrungen anderer internationaler Kooperationspartner*innen der DGUV bestand von Seiten des WCF Tanzania weitreichende Beratungsnachfrage und nachhaltiges Interesse an einer Kooperation, die im August 2018 zustande kam. 

Unterstützt und finanziell ermöglicht wird die internationale Zusammenarbeit durch Socieux+.
Socieux+ ist eine Initiative der Europäischen Union, im Rahmen der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit mit Partnerländern. Zielsetzung des Programms ist es, auf möglichst einfachem Wege einen Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen europäischen Expert*innen und Vertreter*innen aus Entwicklungs-Partnerländern zu Themen der sozialen Sicherung zu ermöglichen.

Gestartet ist die internationale Zusammenarbeit in 2019 mit einer Fact-Finding-Mission zur Untersuchung der tansanischen Gegebenheiten durch DGUV-Experten in Tansania. Gemeinsam mit dem WCF Tanzania wurde auf Grundlage dessen ein Plan zum Know-how- und Erfahrungstransfer für deren Beschäftigte erarbeitet – und – trotz der Corona-Pandemie – umgesetzt: online statt in Präsenz.
„Die Technik ist grandios gut und stabil – eine Kommunikation wie im „Nebenzimmer“ – der persönliche Austausch und emotional wahrnehmbare Reaktionen fehlten aber. Das war eine echte Herausforderung, mit großer positiver Intensität und sehr gutem Feedback der Teilnehmenden.
Eine große Challenge, die ich sicherlich nie vergessen werde“
, berichtet Michael May im Nachgang und ergänzt, „dass ein Training vor Ort in Tansania natürlich der bessere Weg gewesen wäre.“

Von allen Beteiligten wird die Fortsetzung der Initiative angestrebt, besonders im Hinblick auf eine Umsetzung des Systems des Reha-Managements nach dem Muster der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung; Ziel ist es, fachlich versierte Medizinerinnen und Mediziner in Tansania zu Reha-Managern auszubilden; die Online Schulung im März 2021 war ein weiterer Meilenstein auf diesem Weg.

May sieht gute Chancen, dass daraus ein Erfolgsmodell in Tansania entstehen kann.

*Im Bewusstsein gendergerechter Sprache verwenden
wir das Gender*. Gemeint sind alle Geschlechter.

PRESSEMITTEILUNG

Kontakt:                                         
Johanna Verse,
Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: johanna.verse(a)guv-oldenburg.de,
Tel. 0441 – 779 09 – 37, Mobil: 0170 – 78 28 356