Sie beschäftigen in Ihrem Haushalt Personal (Reinigungskraft, Gärtner, Babysitter etc.)?

Alle in Privathaushalten beschäftigten Personen sind nach dem Sozialgesetzbuch (SGB VII) gesetzlich unfallversichert. Unter den Begriff Haushaltshilfen fallen u.a. Reinigungskräfte, Babysitter, Küchenhilfen, Gartenhilfen. Die gesetzliche Unfallversicherung ist für die Beschäftigten beitragsfrei, die Kosten werden vom Arbeitgeber - d.h. von Ihnen als Haushaltsführender - getragen.

Was hat sich durch das Haushaltsscheckverfahren geändert?

Seit dem 01.01.2006 hat sich das Verfahren zur Anmeldung von Haushaltshilfen im Privathaushalt grundlegend geändert. Künftig übernimmt die Minijob-Zentrale der Bundesknappschaft die Anmeldung zur gesetzlichen Unfallversicherung in ihrem sogenannten Haushaltsscheckverfahren. Das heißt, das ab Januar 2006 die Anmeldung und Beitragszahlung zur gesetzlichen Unfallversicherung über die Minijob-Zentrale und nicht mehr über den zuständigen Unfallversicherungsträger (z.B. GUV Oldenburg) zu erfolgen hat.

Wie hoch sind die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung?

Die Höhe der Beiträge zur Unfallversicherung beträgt ab 01.01.2006 einheitlich 1,6 % des Arbeitsentgeltes. Die Beiträge werden jeweils zum 15. Januar und 15. Juli eines Jahres per Lastschrift für das vorangegangene Halbjahr erhoben. Somit ist die erste Beitragszahlung zum 15. Juli 2006 fällig.

Die Minijob-Zentrale leitet die Beiträge dann direkt an den zuständigen GUV weiter.

Wer ist von dem Haushaltsscheckverfahren betroffen?

Betroffen von dieser neuen Regelung sind alle geringfügig Beschäftigten in Privathaushalten, deren Einkommen den Betrag von mtl. 450,- Euro nicht überschreitet. Die An- und Abmeldungsformulare finden Sie unter www.minijob-zentrale.de oder bestellen Sie direkt unter der Rufnummer 0355 - 2902 70799 zum Ortstarif.

Alle Haushaltshilfen mit einem monatlichen Einkommen von über 450,- Euro müssen wie bisher direkt beim zuständigen Unfallversicherungsträger gemeldet werden.

Wer erbringt die Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung?

Für die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung ist nach wie vor der Gemeinde Unfall-versicherungsverband (GUV) zuständig, d.h. im Falle eines Arbeits- oder Wegeunfalls übernimmt der GUV die Kosten für die Heilbehandlung und Rehabilitation (egal, ob das Arbeitsentgelt weniger oder mehr als 450,- Euro beträgt). In schweren Fällen wird auch eine Rente gezahlt. Der private Arbeitgeber wird also durch die Unfallversicherung vor Ansprüchen einer Haushaltshilfe im Falle eines Unfalls geschützt.

Haushaltshilfen sind gesetzlich unfallversichert

  • bei allen hauswirtschaftlichen Tätigkeiten wie: Kochen, Waschen, Putzen, Nähen, Einkaufen, Gartenarbeit und
  • auf allen damit zusammenhängenden Wegen
  • auf dem direkten Weg von ihrer Wohnung zur Arbeit und zurück

Nicht versichert sind z. B.

  • Sie als Haushaltsführender und Ihr Ehegatte
  • Gefälligkeitsleistungen von Verwandten im Haushalt
  • private Tätigkeiten während der Arbeitszeit
  • Tagesmütter, die regelmäßig Kinder von mehreren Familien betreuen

Haben Sie noch Fragen an uns?

Heinz Schulte-Gieschler
Haushaltshilfen

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